SABRINA AMALI

Pressetext

Sie mag das Etikett „Schauspielerin mit Migrationshintergrund“ zwar nicht, aber trotzdem empfindet sie genau diesen kulturellen Hintergrund und dass man ihn zum Thema macht, wichtig:

Sabrina Amali wird 1992 im schweizerischen Basel als Tochter einer marokkanischen Mutter und eines Schweizer Vaters geboren und wächst später mit einem libanesischen Stiefvater, der Mutter und ihren zwei Schwestern auf. Über ihre Begeisterung für Tanz (Ballett und Jazzdance) und Akrobatik kommt Sabrina Amali zum Schauspielfach. Nach Einsätzen am „Jungen Theater Basel“ hat sie mit erst 16 Jahren ihre erste Fernsehrolle im Schweizer Fernsehen. Und auch wenn sie es liebt, in verschiedene Rollen zu schlüpfen und auf der Bühne und vor einer Kamera zu stehen, schiebt sie erst noch eine, wie man sagen würde, „grundsolide“ Ausbildung ein: einen Abschluss an einer Wirtschaftsschule mit einer Banklehre.

Aber diesen Weg wird sie nicht einschlagen, denn mit 18 Jahren beginnt Sabrina Amali in ihrem Heimatland bei Privatsendern (u.a. Star TV) zu moderieren und dort auch redaktionell zu arbeiten.

Es folgen erste kleinere Rollen in Kinofilmen (DAS SCHWEIZER MISSENMASSAKER & ACHTUNG, FERTIG, WK), und danach ist klar, dass Sabrina Amali sich zur Schauspielerin ausbilden lassen will. Sie zieht nach Berlin. Zuvor hat sie in unterschiedlichen Städten wie in Marokko, in Wien und in München gelebt und auch noch mit einer Zirkusschule geliebäugelt, nun absolviert sie zwischen 2013 und 2016 in Berlin eine Ausbildung an der „Schauspielschule Charlottenburg“.

Danach geht es Schlag auf Schlag mit Engagements am „Salzburger Landestheater“, einer Rolle für den Hamburger Tatort („Alles was sie sagen“, Regie: Özgür Yildirim) und den ARD-Zweiteiler „Brüder“ (Regie: Züli Aladag). Nun wählt Sabrina Amali Berlin zu ihrem festen Lebensmittelpunkt und etabliert sich weiter auf dem deutschen Kino- und Fernsehmarkt.

Als eine ihrer bisher wichtigsten Rollen beschreibt die Schauspielerin die der „Leyla“, einer palästinensischen Geigerin, für den Kinofilm CRESCENDO. In den Jahren 2018 und 2019 übernimmt sie in der in Berlin-Neukölln angesiedelten Crime-Drama-Serie „4 Blocks“ (TNT) die durchgehende Rolle der Djamila an der Seite von Kollegen wie Frederik Lau, Kida Khodr Ramadan und Oliver Masucci und wird einem noch größeren Publikum bekannt. Am 29.7. startete die Kinokomödie JULIA MUSS STERBEN bundesweit, hier ist Sabrina Amali in einer Hauptrolle zu sehen.

Seit 2020 ist sie Mitglied der Deutschen Filmakademie.

Die Schauspielerin interessiert sich für Sprachen, spricht arabisch, deutsch, französisch und englisch und auch – in Maßen – italienisch.

Sabrina Amali widmet ihre Aufmerksamkeit außerdem der Politik und dem aktuellen Weltgeschehen; Themen wie Frauenrechte, häusliche Gewalt, Asylpolitik, Klimaschutz und Diversität in Film und Fernsehen sind ihr ein Anliegen. Sabrina Amali ist es wichtig, nicht nur als Mensch, sondern auch in ihrem Beruf eine Haltung zu haben, daher sind ihre Rollen oft politisch und wurden von ihr auch so ausgewählt. Auf der anderen Seite mag sie es nicht, schauspielerisch festgelegt und in eine Schublade gesteckt zu werden, deshalb freut sie sich, sich aktuell auch im für sie noch relativ neuen Genre der Komödie ausprobiert zu haben, dazu zählt u.a. die für TV Now produzierte Serie „Herzogpark“. Wenngleich es auch hier um den Clash der Kulturen und soziale Klassen sowie das Korsett bestimmter Frauenbilder geht. Im Herbst 2021 steht sie zudem unter der Regie von Doris Dörrie für den Kinofilm FREIBAD in München vor der Kamera.

Was Sabrina Amali ansonsten noch gern zu ihrer darstellerischen Vita hinzufügen würde, sind historische Figuren – immerhin zählte sie Geschichte zu ihren liebsten Schulfächern. Man darf gespannt sein, wann und mit welchem Projekt dieser Wunsch in Erfüllung geht.

 

Kino (Auszug)

  • 2021 FREIBAD Regie: Doris Dörrie (Kino)
  • 2019 JULIA MUSS STERBEN  Regie: Marco Gadke (Kino)
  • 2018 CRESCENDO  HR, Regie: Dror Zahavi (Kino)
  • 2018 HANNES  Regie: Hans Steinbichler (Kino)
  • 2013 ACHTUNG, FERTIG, WK!  Regie: Oliver Rihs (Kino)

TV (Auszug)

  • 2021 „Herzogpark“ Regie: Jochen Alexander Freydank (TVNow)
  • 2021 „Unter Feinden-Alles auf Rot Regie: Lars Becker (ZDF)
  • 2020 „Der Beschützer Regie: Philipp Osthus (ARD/Degeto)
  • 2020 „Jerks Regie: Christian Ulmen (Joyn)
  • 2020 „Broll-Für immer tot– durchgehende Rolle, Regie: Harald Sicheritz (ZDF/ORF)
  • 2020 „SOKO Köln Regie: Christian Werner (ZDF)
  • 2020 „Terra Vision Regie: Robert Thalheim (Netflix)
  • 2020 „In Wahrheit-Zweifel Regie: Jens Wischnewski (ZDF)
  • 2020 „TATORT Dresden-Rettung so nah Regie: Isabel Braak (ARD/MDR)
  • 2020 „Neben der Spur-Der Schlafmacher Regie: Josef Rusnak (ZDF)
  • 2019 „Das Institut – Oase des Scheiterns Regie: Markus Sehr (ARD/BR)
  • 2019 „Lost in Marseille – Ensemble-HR, Regie: Roland Suso Richter (ARD)
  • 2019 „4 Blocks – durchgehende Rolle, Regie: Özgür Yildirim (TNT)
  • 2019 „Der Kriminalist – Regie: Züli Aladag (ZDF)
  • 2018 „4 Blocks – durchgehende Rolle, Regie: O. Hirschbiegel/Ö. Yildirim (TNT)
  • 2018 „Gegen die Angst – Regie: Andreas Herzog (ZDF)
  • 2017 „Brüder – Regie: Züli Aladag (ARD/SWR)
  • 2017 „SOKO Wismar-Luftbild – Regie: Esther Wenger (ZDF)
  • 2017 „TATORT-Alles was sie sagen – Regie: Özgür Yildirim (ARD/NDR)

Fotos

Schauspielagentur