AGNES KIYOMI DECKER

Pressetext

Auf ihre ersten prägenden Eindrücke aus Film und Fernsehen angesprochen, zögert sie nicht lange: „Die Sendung mit der Maus“ und die legendären Animationsfilme aus dem renommierten japanischen Ghibli Studio. Und die kann die junge Agnes Kiyomi Decker sogar im Original anschauen, da sie als Tochter einer japanischen Mutter und eines deutschen Vaters zweisprachig aufwächst.

Geboren wird die Schauspielerin 1986 in Bonn, wo sie Jahre später auch das Abitur ablegt. Nach dem Schulabschluss absolviert Agnes Kiyomi Decker Regie-Hospitanzen bei Luk Perceval und Oliver Reese am Schauspielhaus Düsseldorf und bewirbt sich parallel an Schauspielschulen im deutschsprachigen Raum. Zwischen zweien davon, die sie gern aufnehmen würden, nämlich das Konservatorium in Wien und die Theaterakademie August Everding in München, muss sich Agnes Kiyomi Decker entscheiden. Ihre Wahl fällt auf die bayerische Landeshauptstadt – auch wenn sie als Rheinländerin „nie gedacht hätte, dass sie in Bayern jemals weiter als von einem Gleis zum anderen laufen würde.“

Während ihrer Ausbildung in den Jahren 2008 bis 2012 spielt die Nachwuchs-Schauspielerin bereits am Akademietheater und am Residenztheater in München. 2011 wird sie für die beste künstlerische Gesamtleistung zusammen mit dem Ensemble der Produktion „Woyzeck“ (Rolle „Marie“) des Metropoltheater München bei den Bayerischen Theatertagen Bamberg ausgezeichnet. Nach der Ausbildung folgt bis 2015 ein Festengagement am Zimmertheater Tübingen. Dort ist sie in über 15 Produktionen zu sehen, überwiegend in Hauptrollen. In das Jahr 2015 fällt außerdem ihr Einpersonen-Musical „Heute Abend: Lola Blau“ mit 18 Liedern von Komponist Georg Kreisler.

Obwohl beide Eltern singen und die Schauspielerin umgeben von klassischer Musik aufwächst und jahrelang auch selbst Klavier spielt, hat sie Gesang nie als für sich passend gesehen. Dazu sagt sie selbst: „Vielleicht auch gerade deswegen, weil ich wusste, dass Gesang eine eigene Ausbildung braucht, dass man nicht mal eben so Lieder schmettern kann. Über ‚Lola Blau‘ habe ich das erzählende Singen entdeckt, nicht die Operntöne, sondern das Chanson und wie Musik erzählt. Fantastisch schön. Und die Menschen werden berührt, sie lachen und weinen und lachen wieder. Das ist ein Geschenk.“

Schließlich kündigt Decker ihr festes Engagement, um sich beruflich weiterzuentwickeln. Zwischen 2016 und 2019 ist sie freiberuflich tätig und gastiert u.a. in Tübingen („Die Fledermaus“), am Volkstheater München („Die lächerliche Finsternis“), in Landshut und Herrlingen. Schließlich zieht es sie wieder fest zu einem Theater, und so stößt sie in der Spielzeit 2019/2020 zum Ensemble des Landestheaters Schwaben. Diese Anstellung gibt sie im Februar 2022 auf, als sie für eine durchgehende Rolle im Team einer ZDF-Krimi-Reihe angefragt wird: als neue Hauptkommissarin Pauline Hobrecht in der „SOKO Potsdam“. An der Rolle mag Decker das Narrativ eines Menschen, der Gutes bewirken will. Vom entsprechenden Schießtraining ist sie allerdings etwas enttäuscht, denn sie dachte, es würde sie mehr „anfixen“ und womöglich freisetzen, dass in ihr eine gefährliche Killerin schlummere oder ein eiskalter Cop.

Das Engagement für die ZDF-Produktion ist nicht Agnes Kiyomi Deckers erste Rolle für Film und Fernsehen. Bereits seit 2012 ist sie regelmäßig auf dem kleinen Bildschirm und der großen Leinwand zu sehen, z.B. in „Hannas Reise“ (Kino, 2012), „Sturköpfe“ (ARD Degeto, 2014), „Die Hölle“ (Kino, 2016), „Annie – Kopfüber ins Leben“ (ZDF, 2019), „Traumschiff“ (ZDF, 2019), „JGA“ (Kino, 2020), „Caveman“ (Kino, 2020), „Zwischen uns“ (Kino, 2020), „Herzogpark“ (TVnow, 2021), „Der Beischläfer“ (Amazon, 2021), „How to Dad“ (ARD Degeto, 2021) oder „Die drei ???“ (Kino, 2021). Für den Kinofilm „Adrian ist nicht Achill“ gab es 2019 nicht nur eine Nominierung für den Max Ophüls-Preis als bester Film, sondern auch für Agnes Kiyomi Decker als beste Nachwuchsschauspielerin. Decker schauspielert aber nicht nur, sondern schreibt auch selbst Stücke, so z.B. das Kinderstück „Die beste Kuh der Welt“, das aus 60 Einreichungen freier Gruppen beim „Südwind“-Festival, dem ersten Kinder- und Jugendtheaterfestival in Bayern, im Sommer 2022 aufgeführt wird – mit Decker selbst.

 An der Bühne mag Agnes Kiyomi Decker das Direkte und Unmittelbare, die Tatsache, dass eine Aufführung nur von einer bestimmten Zahl Menschen und nur in einem speziellen Moment erlebt wird. Film funktioniert ganz anders, lange Proben fallen weg, Technik spielt eine große Rolle, aber es ist spannend, was genau die Kamera wie einfängt – und was der Schnitt bewirkt, um alles am Ende gekonnt zusammenzusetzen.

Agnes Kiyomi Decker, die überwiegend vegan lebt, pendelt zwischen ihren aktuellen Wohnsitzen München und Berlin. Ihre Freizeit würde sie gern mehr in den Bergen verbringen, aber leider bleibt dafür bei all ihrer künstlerischen Auslastung wenig Zeit.

Kino (Auszug)

  • 2021 DIE DREI FRAGEZEICHEN – Regie: Tim Dünschede
  • 2020 ZWISCHEN UNS – Regie: Max Fey
  • 2020 CAVEMAN – Regie: Laura Lackmann
  • 2020 J.G.A. – Regie: Alireza Golafshan
  • 2015 MEIN BLINDDATE MIT DEM LEBEN – Regie: Marc Rothemund

TV (Auszug)

  • 2022 „Tatort-MagicMom Regie: Michaela Kezele (ARD)
  • 2022 „Der Schatten Regie: Nina Vukovic (ZDFneo)
  • 2022 „SOKO Potsdam HR durchgehend, Regie: Aaron Arens (ZDF)
  • 2022 „Friesland Krimi – Feuerteufel Dominic Müller (ZDF)
  • 2021 „How to dad Regie: Jakob Lass (ARD Mediathek)
  • 2021 „Der Beischläfer Regie: Sebastian Sorger (Amazon)
  • 2021 „KITS Regie: Lea Becker, Maurice Hübner (Netflix)
  • 2021 „Herzogpark Regie: Jochen Alexander Freydank (RTL)
  • 2021 „Vaterland Regie: Bettina Oberli (ARD)
  • 2021 „Lena Lorenz 2 Filme, durchg. Rolle, Regie: Irina Popov & Jan Bauer (ZDF)
  • 2021 „Grenzgänger / Einsatz in den Alpen HR, Regie: Ralph Polinski (RTL)
  • 2020 „Worauf es ankommt Regie: Judith Westermann (ARD)
  • 2020 „Mich hat keiner gefragt Regie: Nico Sommer (ZDF)
  • 2020 „München Mord Regie: Matthias Kiefersauer (ZDF)
  • 2020 „Mich hat keiner gefragt Regie: Nico Sommer (ZDF)
  • 2020 „München Mord Regie: Matthias Kiefersauer (ARD)

Fotos

Schauspielagentur